BEETHOVEN – ELBPHILHARMONIE HAMBURG 05.11.2019

„Ein Abend für Beethoven“
Ludwig van Beethoven:
Schauspielmusik zu Egmont op. 84
Symphonie Nr. 3, op. 55, Es-Dur “Eroica”

Ulrich Tukur, Sprecher

Nora Friedrichs, Sopran

Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg, Dirigent: Juri Gilbo

Im Vorgriff auf das große Beethoven-Jubiläum im Jahr 2020 zum 250. Geburtstag des KomponistenGenies gibt es bereits ein erstes großes Beethoven-Ereignis in der Hamburger Elbphilharmonie. Zu der beliebten und berühmten Symphonie Nr. 3, der „Eroica“ erklingt ein weiteres bedeutendes Werk Beethovens, das aber längst nicht so populär ist, denn es verlangt einen Sprecher und eine Sopranistin als Solisten der Extraklasse, das macht die Sache dann schon künstlerisch anspruchsvoller.

Aber am Abend des 5. November 2019 treten mit dem großen Ulrich Tukur und der hervorragenden jungen deutschen Sopranistin Nora Friedrichs gleich zwei Größen ihres Faches auf. Tukur zählt zu den wenigen wirklich bedeutenden deutschen Theater- und Filmschauspielern der letzten Jahrzehnte. Er selbst wurde mit allen Theater- und Filmpreisen Deutschlands geradezu überhäuft, viele Filme, in denen er mitwirkte, wurden ebenfalls prämiert, u.a. „Das Leben der Anderen“ mit dem Oscar als bester
ausländischer Film im Jahr 2007.

Nora Friedrichs ist „die“ junge deutsche Sopranistin, der alle Experten eine Weltkarriere vorhersagen. Aufgewachsen in einer Musiker-Familie in Hamburg, studierte sie auch in ihrer Heimatstadt Gesang an der Musikhochschule. Nach dem Opernstudio an der Oper Frankfurt wechselte sie als festes Ensemblemitglied an die „Komische Oper Berlin“, gastiert mittlerweile zusätzlich an allen führenden deutschen und europäischen Opernhäusern in verschiedensten Rollen, u.a. als „Königin der Nacht“ in 

Preis pro Person inkl. Busfahrt und Eintritt PK1 129,- € – ausverkauft

Preis pro Person inkl. Busfahrt und Eintritt PK2 124,- € – Podiumsplätze ohne Numerierung!

 

Abfahrt: 17:30 Uhr ab Lübeck ZOB/Am Retteich
Programm: 19:00 Uhr Ankunft Elbphilharmonie
Zwischen Kaispeicher und Glasaufbau befindet sich die Plaza, eine öffentliche Aussichtsplattform im 8. Obergeschoss der Elbphilharmonie. Der Plazabesuch vor der Veranstaltung ist in den Tickets für den Großen und Kleinen Saal inbegriffen.
20:00 Uhr Konzertbeginn (zum Programm)
Rückfahrt*: 22:30 Uhr nach Lübeck

 

Zustiegspunkte Abfahrt Rückfahrt Ankunft*
Busdepot Schwertfeger Str. 16:45 00:00
Bad Schwartau ZOB 17:00 23:45
ZOB/Retteich 17:30 23:30

Begrenzte Teilnehmerzahl !

Änderungen vorbehalten!


Ulrich Tukur

Ulrich TukurUlrich Tukur wurde 1957 im hessischen Viernheim geboren. Er machte sein Abitur in Hannover und einen Highschool-Abschluss in Boston. Nach dem Studium der Germanistik, Anglistik und Geschichte in Tübingen jobbte er als Akkordeonspieler und Sänger. Er absolvierte eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, wo er 1982 sein Theaterdebüt gab. Ein Engagement in Heidelberg folgte. Der erste große Erfolg kam 1984 als Kittel in Peter Zadeks inzwischen legendärer Inszenierung des Stücks „Ghetto“. Am Hamburger Schauspielhaus stand Tukur unter anderem in „Hamlet“, „Julius Cäsar“ und „Lulu“ auf der Bühne. Von 1999 bis 2001 war Tukur der Salzburger „Jedermann“.

Sein Filmdebüt gab der in Italien lebende Schauspieler in Michael Verhoevens „Die weiße Rose“. Er sorgte als Andreas Baader in Reinhard Hauffs „Stammheim“ für Aufsehen, ebenso als junger Herbert Wehner in „Wehner, die unerzählte Geschichte“. Er war der Retortenmann in dem Episodenfilm „Felix“, spielte den Titelhelden in „Bonhoeffer – Die letzte Stufe“ und wirkte in Costa-Gavras‘ Rolf-HochhuthVerfilmung „Amen.“ (Der Stellvertreter) mit.

Über 100 TV- und Kinorollen gehen auf das Konto des auch international erfolgreichen Stars. Mit Harvey Keitel spielte er in „Taking Sides“ (Taking Sides – Der Fall Furtwängler), mit George Clooney in „Solaris“ (Solaris). Weitere Filme: „Der große Kater“, „Within the Whirlwind“ (Mitten im Sturm), „Das weiße Band“ von Michael Haneke, „John Rabe“, „Séraphine“ (Séraphine), „Nordwand“, „Ein fliehendes Pferd“, „Das Leben der Anderen“, „Mutters Courage“, „Die Spur des Bernsteinzimmers“, „Houston“, „Exit Marrakech“, „Gleißendes Glück“ sowie „Grüner wird’s nicht“ unter der Regie von Florian Gallenberger und 2018 wurde „Der Manager“ ein Schweizer Kinofilm von Sabine Boss gedreht.

Im Fernsehen war Tukur unter anderem in mehreren „Tatort“-Folgen zu sehen. 2010 übernahm er erstmals die Rolle des Ermittlers Dr. Murot in der „Tatort“-Episode „Wie einst Lilly“ und ist somit seit 10Jahren Tatort-Ermittler. Fernsehrollen spielte er auch in „Eichmanns Ende“, „Gier“, „Die Nacht der großen Flut“, „Die Luftbrücke – Nur der Himmel war frei“, „Stauffenberg“, „Die fremde Frau“, „Freier Fall“, „Nikolaikirche“, „Rommel“, „Der Tote im Eis“, „Pinocchio“, „Die Auserwählten“, die Titelrolle in
„Grzimek“, „Herr Lenz reist in den Frühling“, „Die Lebenden und die Toten“ und „Der Mordanschlag“.

Im Sommer lief Ulrich Tukurs neuester Film mit Martina Gedeck „Und wer nimmt den Hund“ von Rainer Kaufmann erfolgreich in den Kino’s.
Der mit zahlreichen Auszeichnungen geehrte Künstler hat auch als Musiker auf sich aufmerksam gemacht: Tukur nahm mehrere Platten auf und feierte große Erfolge mit seiner Band, den Rhythmus Boys. Als Autor veröffentlichte Tukur 2005 „Die Seerose im Speisesaal. Venezianische Geschichten“ und 2013 die Novelle „Die Spieluhr“. Sein neuer Roman kommt Ende 2019 in den Buchhandel.

An Tukur gingen unter anderem die Auszeichnungen Schauspieler des Jahres, Goldene Kamera, InselKunstpreis Hamburg, Grimme-Preis, Grace Award (Los Angeles), Deutscher Fernsehpreis 2006 sowie Deutscher und Bayerischer Filmpreis 2009 für „John Rabe“ und 2017 Hessischer Filmpreis des Ministerpräsidenten.

Einen ersten Eindruck zu der Arbeit von Ulrich Tukur finden Sie auf YouTube unter: https://www.youtube.com/watch?v=Xsq-SSnr3Og


Nora Friedrichs, Sopran

Die Koloratursopranistin Nora Friedrichs, von der Fachzeitschrift „Das Opernglas“ für ihre ‚blitzsauberen Koloraturen‘ gelobt und Gewinnerin des renommierten „Stella-Maris-Gesangswettbewerb“, war bis 2015 Mitglied im Opernstudio der Oper Frankfurt.

In der Spielzeit 2016/17 gab die gebürtige Hamburgerin ihr Rollendebüt als Königin der Nacht an der Berliner Staatsoper Unter den Linden sowie Ihr Rollendebüt als Fiakermilli („Arabella“) an der Oper Frankfurt. In der Spielzeit 2017/18 debütierte sie als Blonde („Entführung aus dem Serail“) an der Semperoper Dresden.
Im September 2018 gab die Sopranistin ihr Hausdebüt an der Deutschen Oper am Rhein, wo sie erneut die Rolle der Fiakermilli („Arabella“) interpretierte.

Seit der Spielzeit 2017/2018 gehört Nora Friedrichs dem Ensemble der Komischen Oper Berlin an. Hier singt sie regelmäßige wichtige Rollen ihres Fachs, so z.B. Le Feu / le Rossignol in „L’enfant et les sortilèges“, Blonde in „Entführung aus dem Serail“, Königin der Nacht in „Die Zauberflöte“ und La Fèe in „Cendrillon“.

Zu den Höhepunkten vergangener Spielzeiten gehören ihr Hausdebüt an der Berliner Staatsoper Unter den Linden im Herbst 2015, wo Nora als Oscar in Verdi’s „Un Ballo in Maschera“ überzeugte. Außerdem kehrte sie mehrfach an die Oper Frankfurt zurück, so beispielsweise als Blonde („Entführung aus dem Serail“), Zerlina („Don Giovanni“), Yvette („Die Passagierin“) und Rosa („Le cantatrici villane“). Im Mai 2016 debütierte Nora Friedrichs im Rahmen der Wiener Festwochen am Theater an der Wien; hier sang
sie erneut die Rolle der Yvette in „Die Passagierin“.

Zuvor studierte die Nora Friedrichs Gesang bei Frau Prof. Renate Behle an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ihre musikalische Ausbildung vervollständigte sie bei Meisterkursen u.a. mit Edith Wiens, Matthew Epstein, Lilian Watson, Margreet Honig und Cornelia Salje. Auch in der Zeit ihres Studiums war Nora regelmäßig auf der Opernbühne zu erleben: Im Gasteig München war sie 2009 mit der Produktion ‚gehen gehen gehen – Kein Theater nach Thomas Bernhard‘ zu sehen, 2010 sang sie in der „Opera Stabile“ der Staatsoper Hamburg die Hauptrolle in der zeitgenössischen Oper ‚Gallantry‘ von Douglas Moore. Ebenfalls wirkte sie 2010 in Rameaus ‚Les Indes
Galantes‘ mit, einer Produktion des internationalen Opernstudios der Staatsoper Hamburg. Im Juni/Juli 2011 war sie in der Rolle der Vespina (L’infedelta delusa) zu hören. Desweiteren gehören zu ihrem Repertoire die Partien der Sophie (Der Rosenkavalier), die sie im Februar 2012 interpretierte sowie die Partie der Jenny (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), welche Nora im Juni 2012 sang. Ebenfalls war sie in der Spielzeit 2011/12 als Pamina und Papagena (Die Zauberflöte) an der Oper Kiel zu erleben.
Nora Friedrichs widmet sich auch intensiv dem Liedschaffen. Sie war bereits Gast auf zahlreichen Festivals, u.a. bei den „Mahler-Tagen“ wo sie neben Künstlern wie Thomas Hampson auftrat oder beim „Voices-Festival“ in Holzhausen.

Mehrfach wurde Nora Friedrichs ausgezeichnet, u.a. mit einem Stipendium der Franz-WirthGedächtnis-Stiftung, beim „Mozart-Wettbewerb der Stadt Hamburg 2010“, mit dem „Hermann und Milena Ebei-Preis 2012“. 2013 gewann sie den „Elise-Meyer-Wettbewerb“, 2014 war sie Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Frankfurt am Main.


Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg

Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg wurde 1990 von Absolventen des renommierten und traditionsreichen St. Petersburger Staatskonservatoriums gegründet.

Das Orchester ist zweifelsfrei einer der bedeutendsten musikalischen Botschafter seines Landes. Es demonstriert eindrucksvoll die unerschöpfliche Vielfalt an musikalischen Talenten sowie den hohen Ausbildungsstandard seines Heimatlandes. Sein außergewöhnlich breitgefächertes Repertoire, das vom Barock bis zur Moderne sowie von Kammermusik bis zu großen Sinfonik reicht, hat es zu einem der gefragtesten Klangkörper Europas gemacht.

Aufgrund der vielbeachteten Virtuosität und kultivierten Klangkultur gastiert das Orchester regelmäßig mit Solisten von Weltrang in den wichtigsten europäischen Konzerthäusern und bei zahlreichen renommierten internationalen Festivals, wie Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Istanbul Music Festival, George Enescu Festival Bukarest und Al Bustan Festival Beirut. Mit ihrer hochprofessionellen Arbeit und unverwechselbarem
künstlerischen Profil ist die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg nicht mehr aus dem europäischen Kulturleben wegzudenken. Gastspielhöhepunkte der laufenden Saison sind u.a. Konzerte in den Philharmonien in Berlin, Köln, Essen und München, im Leipziger Gewandhaus, im Dresdner Kulturpalast, in der Alten Oper Frankfurt, im Kopenhagener Tivoli, in der Tonhalle Zürich, im Pariser Théâtre des Champs Elysées, im Konzerthaus Wien, im Budapester Béla Bartók National Hall, im Bukarester Athenäum, sowie gleich drei Auftritte in der Elbphilharmonie.

Die Tourneen führten das Orchester auch in das außereuropäische Ausland, u.a. nach Libanon, Chile, Uruguay, Argentinien, Südafrika, Dubai und in die Türkei.

Seit seiner Gründung ist das Orchester Anziehungspunkt für internationale Solisten. Die legendären Mstislav Rostropovich, Mikis Theodorakis, Igor Oistrach, Mischa Maisky, Nigel Kennedy, Sir James Galway, Edita Gruberova, Dmitri Hvorostovsky, Vadim Repin, Fazill Say, Lilya Zilberstein, Giora Feidman, Sergei Nakariakov, Gabor Boldoczki, Martin Stadtfeld, Nikolai Tokarev und David Garrett gehörten zu den gefeierten Künstlern, die mit dem Orchester auftraten.

Die intensive europaweite Konzerttätigkeit der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg wird durch die Studioproduktionen ergänzt. Die CD des Orchesters mit Werken von Carl Maria von Weber, die bei SONY MUSIC erschienen ist, wurde mit dem begehrten „Editor’s Choice“ der renommierten britischen Gramophone-Magazine ausgezeichnet.

Juri Gilbo, Chefdirigent

Mit Juri Gilbo, der seit nunmehr 20 Jahren Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Orchesters ist, trat eine charismatische Musikerpersönlichkeit an die Spitze des Klangkörpers. Es ist ihm gelungen, dem Orchester neue Maßstäbe zu setzen, zu einem internationalen Spitzenorchester zu formen und einen unverwechselbaren Klang zu verleihen.

Der in St. Petersburg geborene Musiker zählt heute zu den aufregendsten Talenten der neuen Dirigentengeneration und ist stark geprägt von den Musiktraditionen seiner Heimat. Schon als Kind besuchte er stets die Opernaufführungen im Mariinsky Theater sowie die Konzerte in der Philharmonie seiner Heimatstadt mit legendären Solisten und Dirigenten wie Vladimir Horowitz, Marta Argerich, Leonard Bernstein, Kurt Masur, Gidon Kremer, Igor Oistrach, Mariss Jansons, Emil Gilels und Swjatoslaw Richter.
Bereits mit vier Jahren erhielt er seinen ersten Musikunterricht und widmete sich zunächst der Geige und der Bratsche. Weitere Studien führten ihn an das traditionsreiche St. Petersburger Staatskonservatorium und an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main in die Bratschenklasse von Tabea Zimmermann. Zugleich machte er seine Dirigentenausbildung bei Luigi Sagrestano.

Juri Gilbo arbeitet mit Weltklasse-Solisten zusammen und gastiert regelmäßig in den wichtigsten europäischen Konzerthäusern und bei zahlreichen renommierten internationalen Festivals. Gastdirigate führen ihn zu verschiedenen Orchestern europaweit.


„Ein Abend für Beethoven“

1. Programmteil

Ludwig van Beethoven 1770 – 1827

Symphonie Nr. 3, Es-Dur, op. 55 „Eroica“

1. Allegro con brio
2. Marcia funebre / Allegro assai
3. Scherzo / Allegro vivace
4. Finale / Allegro molto – Poco Andante / Presto

Pause

2. Programmteil

Ludwig van Beethoven 1770 – 1827

Schauspielmusik zu Gothes Trauerspiel „Egmont“, op. 84

1. Ouvertüre. Sostenuto, ma non troppo – Allegro
2. Lied: Die Trommel gerühret
3. Zwischenakt I: Andante
4. Zwischenakt II: Larghetto
5. Lied: Freudvoll und leidvoll, gedankenvoll sein
6. Zwischenakt III: Allegro
7. Zwischenakt IV: Poco sostenuto e risoluto
8. Musik, Clärchens Tod bezeichnend: Larghetto
9. Melodram: Poco sostenuto
10. Siegessymphonie: Allegro con brio

Ulrich Tukur, Sprecher
Nora Friedrichs, Sopran